Spezialsprechstunde 'Zweitmeinung Muttermal'

Muttermal-Zweitmeinung bei Verunsicherung

Empfiehlt ein Arzt, bspw. im Rahmen eines Hautkrebsscreenings, eine operative Muttermalentfernung fühlen sich Patienten manchmal verunsichert. Sie fragen sich, ob es sich tatsächlich um eine bösartige Hautveränderung handeln könnte und ob eine Entfernung des Muttermals/ Leberflecks wirklich angeraten oder doch vermeidbar sein könnte, um die Belastung durch eine unnötige Operation zu reduzieren.

Diese Patienten sind dann hin und hergerissen, weil sie einerseits wissen, dass bei der Diagnose und Behandlung von Melanomen der Zeitpunkt der Entdeckung eine entscheidende Rolle spielt, denn werden Melanome frühzeitig erkannt und behandelt, sind sie zumeist heilbar. Andererseits möchten sie aber auch die Risiken eines unnötigen Eingriffs minimieren.

Im Rahmen unserer Muttermal-/ Leberfleck-Zweitmeinung-Spezialsprechstunde werden wir dann häufig mit solchen Fragen konfrontiert, wie:

  • Ist eine operative Entfernung des Muttermals/ Leberflecks wirklich notwendig?
    • ich habe Angst vor operativen Eingriffen…
    • lokale Betäubung mit einer Spritze, das würde ich gern vermeiden…
    • das Muttermal/ der Leberfleck sieht gar nicht auffällig aus…
    • es sollen gleich so viele Muttermale/ Leberflecke raus, kann das sein…?
  • Der Termin ist aber erst in einigen Monaten, muss das Muttermal/ der Leberfleck dann wirklich raus – so dringend ist es dann ja anscheinend nicht!?
  • Ich habe eine schlechte Narbenheilung, ist eine operative Entfernung des Leberflecks/ Muttermals wirklich notwendig?
  • Mir wurde gesagt, dass an der betreffenden Stelle (Gesicht, Dekolleté, Busen) Narben eher schlecht heilen, jetzt fühle ich mich verunsichert. Soll ich das Risiko einer unschönen Narbe eingehen?
  • Bei meinem Kind wurde eine Entfernung eines Muttermals/ Leberflecks empfohlen, ich habe aber gehört, dass im Wachstum unschöne Narben entstehen können. Was ist das beste für mein Kind?

Wofür Muttermal-Zweitmeinung Sprechstunde?

In der Muttermal-/ Leberfleck-Zweitmeinung-Sprechstunde nehmen wir uns die Zeit, Ihr Muttermal/ Ihren Leberfleck genau zu untersuchen. Unser Ziel ist, dass Sie sich im Anschluss mit einem guten Gefühl entscheiden können, ob Sie ein Muttermal/ einen Leberfleck entfernen lassen.

Welche Möglichkeiten bieten wir im Rahmen der Muttermal-/ Leberfleck-Zweitmeinung Sprechstunde an?

  • Ausführliche Anamnese, um Ihr Risiko einschätzen zu können
  • Visuelle Untersuchung mit Hilfe eines digitalen Videoauflichtmikroskops, Dokumentation anhand eines Fotos sowie computerunterstützte Beurteilung
  • Elektrische Impedanzspektroskopie (Nevisense)

Im Anschluss an die Untersuchung erhalten Sie von uns eine Empfehlung zum untersuchten Muttermal/ Leberfleck. Wir erläutern Ihnen natürlich auch den Grund für diese Empfehlung.

Das Ergebnis der Zweitmeinung-Sprechstunde/ eine Empfehlung könnte sein,

  • Entwarnung, eine operative Entfernung ist nicht notwendig, weil…
  • das Muttermal/ der Leberfleck kann zunächst auch engmaschig in einer bestimmten zeitlichen Frequenz beobachtet werden,
  • das Muttermal/ der Leberfleck sollte definitv operativ entfernt und feingeweblich untersucht werden.

Für eine operative Entfernung und feingewebliche Untersuchung kann beispielsweise sprechen:

  • Das Muttermal/ der Leberfleck weist deutliche dysplastische Merkmale auf und könnte in naher Zukunft entarten.
  • Das Muttermal/ der Leberfleck weist Entartungsmerkmale auf und könnte bereits entartet sein.

Wir nehmen Ihr Anliegen ernst

Die Entscheidung für oder gegen einen Eingriff fühlt sich für einen Arzt oftmals ganz einfach an. Für einen Patienten nicht. Das verstehen wir.

Daher ist es uns ein Anliegen, Ihre Fragen zu beantworten, Ihre Bedenken zu verstehen und Ihnen auf Basis einer fundierten (Verdachts-)Diagnose, die Sicherheit zu vermitteln, die Sie brauchen, um eine Entscheidung treffen zu können, mit der Sie gut leben können.

Terminvereinbarung

Malignes Melanom

Was Sie in der Spezialsprechstunde 'Zweitmeinung zu Muttermalen' erwartet

Zielgerichtete, ausführliche Anamnese

Um zu bestimmen, ob ein Leberfleck bösartig ist, bespricht der Arzt mit Ihnen zunächst Ihre Krankengeschichte, um Risikofaktoren, wie beispielsweise Sonnenbrände in der Kindheit oder ein hoher Anteil an Arbeitszeit oder Freizeit, die Sie im Freien verbringen, zu identifizieren. Auch, ob es Hautkrebsfälle in der Familie gab, interessiert den Arzt.

Natürlich ist es auch wichtig, zu erfahren welche Erstmeinung vorliegt und weshalb Sie sich unsicher fühlen und lieber noch eine Zweitmeinung möchten.

 

Visuelle Untersuchung mit dem digitalen Videoauflichtmikroskop, Dokumentation anhand eines Fotos  und computerunterstützte Beurteilung

Mit Hilfe eines hochleistungsfähigen digitalen Videoauflichtmikropskops kann ein Facharzt in den meisten Fällen feststellen, ob eine weitere Untersuchung  bzw. Behandlung notwendig ist. Dabei erhöhen wir die Sicherheit unserer Beurteilung durch unsere computerassistierte Beurteilung. Um Ihre Sicherheit noch weiter zu erhöhen, dokumentieren wir das betreffende Hautmal anhand eines Fotos mit starker Vergrößerung. Dies erlaubt zusätzlich auch eine Beobachtung von möglichen Veränderungen am Muttermal über einen Zeitraum hinweg – sofern die Entscheidung gegen eine Entfernung getroffen wird.

 

Elektrische Impedanzspektroskopie (Nevisense)

Die elektrische Impedanzspektroskopie (EIS) liefert uns zusätzliche Informationen, die aus (nicht sichtbaren) Hautbereichen unterhalb der Hautoberfläche stammen. Mit Hilfe dieser Informationen können wir die Sicherheit der Diagnose weiter erhöhen, da neben der visuellen Beurteilung der sichtbaren Teile des Muttermals/ Leberflecks auch die von außen unsichtbaren Teile des Muttermals/ Leberflecks in der Tiefe der Hautschichten mitbeurteilt werden.

Die Technologie liefert uns sofortige Ergebnisse auf Grundlage objektiver Diagnosedaten, die mit anderen Verfahren nicht zur Verfügung stehen würden. Die EIS-Methode, bei der mithilfe kleiner elektrischer Impulse Zellunregelmäßigkeiten unterhalb der Hautoberfläche erkannt werden, wurde in der weltweit größten Studie ihrer Art zur Melanomerkennung nachgewiesen.

Die genauere Messung Ihres Leberflecks/ Leberflecks erspart Ihnen möglicherweise unnötige operative Eingriffe und senkt zugleich die Gefahr, dass ein potenzielles Melanom übersehen wird.

 

Unser Ziel: Ihre Sicherheit

Auf Basis unserer fachärztlichen Erfahrung – unterstützt durch digitales Videoauflichtmikroskop, computerunterstützte Beurteilung, fotografische Dokumentation des Ist-Zustandes sowie Einsatz der innovativen EIS-Technologie, mit der auch die unsichtbaren Teile des Muttermals in den tieferen Hautschichten beurteilt werden – können wir Ihnen eine fundierte Zweitmeinung anbieten.

Erfahrungsgemäß können wir damit dazu beitragen, dass Sie eine fundierte Entscheidung treffen, mit der sich sich sicher und wohl fühlen.

Kosten

Die diagnostischen Maßnahmen, die wir im Rahmen der Spezialsprechstunde anbieten, sind Selbstzahlerleistungen, die von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen werden.