Regelmäßige Hautkrebsvorsorge beim Hautarzt ist sehr wichtig, denn: Hautkrebserkrankungen und deren Vorläufer, also sonnen- und umweltgeschädigte Haut, nehmen epidemieartig zu und zählen inzwischen zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland (aktuelle Zahlen finden Sie hier).

Der sogenannte schwarze Hautkrebs (das sogenannte maligne Melanom) ist eine der aggressivsten Krebsformen überhaupt und kann schon Menschen im mittleren Lebensalter betreffen. Aber auch sogenannter weißer Hautkrebs (das sind sogenannte Basaliome und Plattenepithelkarzinome) und seine Vorstufen (aktinische Keratosen) müssen, da sie verdrängend wachsen (also benachbarte Organe gefährden), frühzeitig diagnostiziert und umfassend behandelt werden.

Durch eine regelmäßige Hautkrebsvorsorge mit modernen Hautmikroskopen und computerunterstützter Analyse ist eine Früherkennung sehr gut möglich. Hautkrebs ist heute sehr früh erkennbar und somit heilbar.

In meiner Hautarztpraxis erhalten Sie die komplette dermatologische Versorgung aus einer Hand: Vorsorge, Diagnose, Behandlung inklusive ambulanter OPs, Laserbehandlungen und PDT sowie onkologische  Nachsorge. Ist eine stationäre Behandlung notwendig, um eine stadiengerechte Behandlung sicherzustellen, überweise ich Sie an ein Hautkrebszentrum.

Sagen Sie bitte bereits bei der Terminvereinbarung, wenn Sie eine Hautkrebsvorsorge wünschen, denn dann planen wir für Sie die notwendige Zeit ein und reservieren die erforderlichen technischen Geräte für Sie. Bitte planen auch Sie für diesen Termin etwas mehr Zeit ein, da die sorgfältige Untersuchung, die Video-Auflicht-Dermatoskopie sowie die computergestützte Auswertung Zeit benötigen.

Hautkrebsvorsorge

Fotofinder

Hautkrebsvorsorge

Je früher Hautkrebs oder eine Hautkrebsvorstufe erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Deshalb rate ich zur regelmäßigen Hautkrebsvorsorge. Im Rahmen der Hautkrebsvorsorge in meiner Praxis biete ich die folgenden Untersuchungsmöglichkeiten an:

  • die Untersuchung der gesamten Haut mit auflichtmikroskopischer Begutachtung auffälliger Pigmentmale,
  • die digitale Dokumentation von kontrollbedürftigen Befunden in starker Vergrößerung mittels Digitaler Dermatoskopie – Video-Auflicht-Mikroskopie (Fotofinder),
  • falls erforderlich, regelmäßige Kontrolle von verdächtigen Pigmentmalen,
  • die Untersuchung und computergestützte Beurteilung visuell nicht eindeutig beurteilbarer Hautveränderungen durch elektrische Impedanzspektroskopie (Nevisense),
  • die Beurteilung und ggf. operative Entfernung einzelner, veränderter Pigmentmale, und deren histopatholgische Begutachtung,
  • die Beratung zur Selbsterkennung und Vorbeugung von Hautkrebs sowie Beratung zu Lichtschutz und Sonnenallergie.

Bitte beachten Sie, dass ich – ebenso wie meine Vorgängerin Frau Dr. Haß – nicht am Rahmenvertrag mit den gesetzlichen Krankenkassen zum Ganzkörpersscreening teilnehme.
Deshalb können wir die Hautkrebsvorsorge für gesetzlich versicherte Patienten nur als Selbstzahlerleistung anbieten.

Digitale Video-Auflicht-Dermatoskopie (Fotofinder)

Die Video-Auflicht-Mikroskopie hat bedeutende Vorteile gegenüber einer Untersuchung mit dem bloßen Auge oder dem Dermatoskop:

  • Erkennbarkeit auch kleinster Veränderungen durch mikroskopische Vergrößerung,
  • gezieltes elektronisches Speichern von Muttermalen,
  • exakter Bildvergleich bei den Nachuntersuchungen, so dass sich verändernde Pigmentmale früh herausgefiltert werden können (sogenannte sequentielle Dermatoskopie),
  • computergestützte Bildanalyse und Klassifikation.

Elektrische Impedanzspektroskopie (Nevisense)

Bei ungewöhnlichen Muttermalen und schwarzem Hautkrebs im Frühstadium ist die optische Untersuchung trotz Dermatoskop oder Video-Auflichtmikroskopie zuweilen nicht eindeutig. Ein ganz neues Untersuchungsverfahren aus Schweden verbessert die Hautkrebsvorsorge erheblich: das Nevisense-Verfahren. Nevisense arbeitet mit der sogenannten elektrischen Impedanzspektroskopie (EIS). Die EIS ermöglicht es, objektive Informationen aus ungewöhnlichen (atypischen) Muttermalen zu gewinnen, ohne diese zu verletzen. Nevisense misst und analysiert Hautflecken und erkennt so Veränderungen in der Zellstruktur, Zellausrichtung, Zellgrösse und Zelltypen.

Mehr dazu.

Hautkrebsbehandlung

Bei frühzeitiger Erkennung von Hautkrebs und dessen Vorstufen besteht eine nahezu 100-prozentige Heilungschance.

Gerade deshalb ist die regelmäßige Hautkrebsvorsorge so wichtig.

In meiner Hautarztpraxis in Mainz biete Ihnen moderne und schonende Behandlungsmethoden an:

Tipps und Hinweise

Methoden zur Behandlung von Hautkrebs in meiner Praxis

Eine Operation ist immer die sicherste Methode um Tumore der Haut zu entfernen. Alle entnommenen Hautstücke werden immer zur Untersuchung beim Pathologen eingeschickt. Viele Eingriffe lassen sich dabei ambulant in lokaler Betäubung durchführen und weisen danach ästhetisch gute Ergebnisse auf.

Oft bilden sich in chronisch sonnegeschädigter Haut Krebsvorläuferzellen, aufgrund der oft großflächigen Verteilung des sonnenexponierten Areals wird daher eine Flächentherapie nötig. Diese lässt sich gut mithilfe der PDT durchführen. Dabei wird eine Substanz (Aminolävulinsäure) auf die Haut aufgegeben und dringt dann in die Tumorzellen ein. Durch die Bestrahlung mit einer Speziallampe für einige Minuten wird anschließend diese Aminolävulinsäure in den Tumorzellen aktiviert und kann sie vernichten. Die dabei entstehende Immunreaktion ist in seiner Ausprägung einem Sonnebrand nicht unähnlich, die Haut ist danach aber deutlich gebessert. Die bestrahlte Haut kann unter der Lampe warm werden und – selten – deutlich schmerzen. In meiner Praxis setzen wir deshalb im Rahmen der PDT eine Kaltluftanästhesie ein, die das möglicherweise auftretende Schmerzgefühl stark vermindert.

Mehr Info zur PDT.

Gezieltes Abtragen von aktinischen Keratosen, also Hautveränderungen, die durch chronische Sonnenschädigung bereits Vorstufen von weißem Hautkrebs gebildet haben, kann sehr gut mit dem Laser erfolgen. Dazu wird ein flächiger ablativer Laser verwendet.

Mehr Info zum Thema Laserbehandlung.

 

Teilweise setzen wir eine Laserbehandlung zur Vorbereitung auf die PDT ein, um das Eindringen des PDT-Wirkstoffs in die erkrankten Hautschichten zu erleichtern und um das aktivierende PDT-Licht noch intensiver wirken zu lassen.

Mehr Info zur PDT.

Bei kleinen Stellen kann eine immunmodulierende Therapie sinnvoll sein. Dies ist in der Regel eine Therapie in Cremeform. Die Creme wird aufgetragen und demaskiert dann die Tumorzellen für unser eigenes Immunsystem. So kann das eigene Immunsystem gegen den Tumor vorgehen. Hierbei entstehen oft heftige Lokalreaktionen mit deutlichen Beeinträchtigungen, so dass diese Therapie nur relativ kleinen Flächen und Problemlokalisationen vorbehalten ist.

Eine Möglichkeit, kleine Stellen zu behandeln, ist mittels einer Vereisung mit flüssigem Stickstoff. Hierbei sollte im besten Fall ein Frostbeule entstehen, um sicher zu gehen, dass die Tumorzellen auch von der Therapie betroffen sind. Auch hier gilt, dass diese Therapie nur bei kleinen betroffenen Stellen sinnvoll ist, da die Lokalreaktion sonst zu starken Beeinträchtigungen führen kann.

Darüber hinaus bin ich berechtigt, in meiner Praxis auch eine onkologische Nachsorge durchzuführen.